Comedy vs. Kabarett

Der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy ist in der Theorie ziemlich leicht, in der Praxis weniger. Es gibt keine harten Grenzen, oft verschwimmen sie so sehr, dass man den Unterschied kaum ausmachen kann.

Ist ja aber auch logisch: Beides sind Formen der Unterhaltung, die die Stimmung der ZuschauerInnen heben können und gleichzeitig aber Perspektivwechsel anbieten. Beide schaffen es über Komik zum Nachdenken anzuregen.

Der Einfachheit halber unterteilen wir die Unterschiede einmal:

Themen

Kabarett behandelt hauptsächlich politische oder gesellschaftskritische Themen, oft auch top-aktuell. Comedy hingegen hat den Fokus mehr auf Alltagsbeobachtungen, zeitlose Themen und eher unpolitische Inhalte, die weniger politisches, geschichtliches oder Nachrichten-Vorwissen benötigen. Das heißt aber nicht, dass Comedy nicht politisch oder nicht tagesaktuell sein kann – oh, absolut nicht!

Darstellung

Comedy wird in der Regel von einer Person mit einem Mikro gemacht. Es läuft hier alles über das Wort, das Drumherum ist eher zweitrangig. Kabarett hingegen kann musikalische, tänzerische oder schauspielerische Elemente beinhalten und von mehreren Personen dargeboten werden. Aber Achtung: es gibt auch Comedians, die z.B. Musik in ihre Kunst einfließen lassen. Ihr merkt… die klare Differenzierung ist nicht so easy.

Locations

Kabarett ist eine Kunstform, die eher in Theatern stattfindet. Comedy findet gefühlt überall statt. Von Cafés über kleine Clubs bis hin zu Theatern, große Veranstaltungshallen und sogar Arenen.

Aus meiner Sicht liegt der bedeutendste Unterschied in der Sprache und in dem Vorwissen, welches man bei Kabarett häufig braucht, um es zu verstehen. Die Botschaften von Comedy sind oft schneller da, als bei Kabarett. Kabarett-Witze brauchen häufiger länger bis sie ankommen, wenn ihr versteht, was ich meine…

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